Willkommen in meinem Reich der facettenhaften Fantasien. Wünsche euch viel Vergnügen beim Stöbern in meiner --LESEFUTTERAUSLEIHE--, die JEDEM zur Verfügung steht, denn ÖFFNUNGSZEITEN gibt es hierfür nicht.
Meine Werke Marlies Hanelt
Das facettenreiche Lesen in div. Genres

Lesefutterausleihe

Willkommen im LESEFUTTER:




Hier findet ihr alles, was sich in meinem Oberstübchen befunden hat oder noch entwickeln wird. Ich habe keine Ahnung, welche Storys noch zu Worddok. wollen und euch hoffentlich faszinieren werden. Ich sage immer, erwarte das Unerwartete. Ich werde euch mit diversem Lesestoff versorgen, so viel ist sicher. Taucht also ein in -Meine Werke- einer facettenreichen Welt der kuriosen, spannenden und auch erotischen Fantasien. Das virtuelle Bücherregal ist immer gefüllt. Darum, bedient euch einfach. Vergesst aber nicht, die Bücher wieder zurück zu stellen, denn andere möchten auch etwas davon haben. Laaaach. Nur ausleihen, nicht stibitzen....

Zu Beginn werde ich euch eine sozialkritische Geschichte präsentieren. Hatte ich vor einiger Zeit geschrieben.
            -Adventszeit im schneebedeckten Tal-

 

PROLOG

Der Winter hält plötzlich über Nacht im idyllischen Reibachtal der kleinen, abgeschotteten Gemeinde Rohrbach Einzug. Die roten Ziegeldächer sind völlig vom Schnee bedeckt und wirken märchenhaft auf das Auge des Betrachters. Sie strahlen Besinnlichkeit und Ruhe aus und lassen nichts anderes zu. Jedoch trügt dieser Schein...Schaue niemals hinter die Fassaden von offenbar traumhaftem Äußeren.

Im Haus der Familie Stein ist es bitterkalt und fast dunkel. Nur einige aufgestellte Kerzen spenden Licht und tauchen das nur rar vorhandene Mobiliar in eine schemenhafte Kulisse. Alles wirkt irgendwie gespenstisch und nicht wie von dieser Welt. Seit längerer Zeit wird nur das Untergeschoß bewohnt, da es unter dem Dach im Winter noch kälter ist. Familie Stein hat nicht mehr genügend Geld, um sich die grundlegenden Bedürfnisse erlauben zu können. Seit längerer Zeit finanzieren sie die Sucht ihres einzigen Sohnes, den sie über alles lieben. Sie würden ihr Leben für ihn hergeben.

Trotzdem haben sie vor, sich dieses Jahr zu Weihnachten etwas Besonderes zu gönnen. Nichts monströses, dafür aber Persönliches. Vielleicht ein kleines Tannenbäumchen, selbst im nahegelegenen Forst geschlagen?. Bunte Wachskerzen als auch selbstgebastelter Baumschmuck aus Stroh werden es schon tun. Er wird einfach wirken und nicht pompös, dafür aber über allem Glänzen und Strahlen. Wärmende Gefühle in die zwei Herzen von Vater und Mutter Stein hinein strömen und sie miteinander kuscheln lassen.

Mutter Stein möchte Plätzchen aus Mehl, etwas Salz, Zucker und wenigen Eiern backen. Ein Weihnachtsgeschenk nur für zwei liebevolle Menschen, die inniger miteinander nicht verbunden sein können. Leider fehlen hierfür  Herd und der dazugehörige Backofen, denn Strom als auch Gas werden schon lange nicht mehr vom ortsansässigen Anbieter zur Verfügung gestellt. Trostlosigkeit macht sich breit. Nur in beiden Herzen flammt immer noch die Liebe, die niemals aufhören wird zu blühen. Wie in guten, so auch in schlechten Zeiten.

Tief in ihren Gedanken versunken, klopft es plötzlich an der kleinen Holztür, an der es auch keine Klingel mehr gibt. Ihr geliebter, süchtiger Sohn steht davor und bittet um Einlass….

Der Winter hält plötzlich über Nacht im idyllischen Reibachtal der kleinen, abgeschotteten Gemeinde Rohrbach Einzug. Die roten Ziegeldächer sind völlig vom Schnee bedeckt und wirken märchenhaft auf das Auge des Betrachters. Sie strahlen Besinnlichkeit und Ruhe aus und lassen nichts anderes zu. Jedoch trügt dieser Schein...Schaue niemals hinter die Fassaden von offenbar traumhaftem Äußeren.

                  --ENDE—

© Marlies Hanelt 20.November2014

======================================================




Eine erotische Geschichte aus dem Kopfkino einer Frau entsprungen. Seid doch einmal ehrlich, wer hat sich nicht schon dieses entspannenden Kinos in der Birne bedient?. Dann greift einfach zu und bedient euch. DAS KELTISCHE -A- STEHT FÜR -AMORE-


Mein schwarzer, zauberhafter Prinz und Erlöser

„Reich mir mal die Kanne Kaffee rüber oder besser noch, gieße ihn mir gleich ein!̋, blökt Michael mit rauer Stimme über den Rand der Tageszeitung und sieht dabei mit bösen, auffordernden Blicken über seine heruntergezogene Brille in Richtung Petra. Die Stimmenlage hat sich in den vielen Jahren der sogenannten Zweisamkeit nicht wesentlich verändert. Petra reagiert längst nicht mehr darauf,  und das ärgert Michael. Demonstrativ beginnt er die lockeren Seiten wild zu schütteln und zu knittern. Es ist sein spezieller Ausdruck von Langeweile und Agonie. „Verdammt noch mal, sperre deine Ohren auf, wenn ich mit dir rede!̋, poltert er weiter. Für einen kurzen Moment hebt Petra ihren Kopf und kann nur müde lächeln. Kein Wort kommt über ihre einst so schwungvoll, rot eingefärbten Lippen, die inzwischen grauen, spröden gewichen sind. Sie befindet sich schon jetzt in ihrer eigenen Fantasiewelt, die voll von Erotik ist. Ein Kopf Kino der besonderen Art. Zögerlich beginnt Schamesröte in ihr alltägliches, graues Gesicht aufzusteigen. Die Gedanken sind frei und wollen eigentlich nur in der Realität gelebt werden.

Petra lustwandelt in ihrem eigenen Park über eine der vielen darin befindlichen, hölzernen, Brücken, die sich über ein kleines Rinnsal wölbt. Das Kleid, welches aus der Renaissance zu stammen scheint, schmiegt sich nahtlos und perfekt an ihren grazilen Körper. Langes, gewelltes, seidiges Blondhaar fällt über ihre schmalen Schultern. Sie bleibt stehen, stützt ihre Arme auf dem Geländer ab und blickt gedankenverloren über die glitzernde Oberfläche des Wassers, auf der ein Schwanenpaar langsam seine Bahnen zieht. Fortwährend kleine Wellen hinter ihrem weißen Federkleid erzeugend, strecken sie ihre langen Schwanenhälse majestätisch in die Luft. Petra glaubt kleine, goldene Krönchen auf ihrem Schwanenhaupt zu erkennen, die von der Sonne angestrahlt, königlich wirken.

Petra vernimmt ein Geräusch von Pferdegetrappel, das aus weiter Ferne zu kommen scheint. Langsam kommt es näher, und eine schwarze Gestalt auf einem Rappen entsteigt dem Ahornwald, der diese umgibt wie die Aura eines heißersehnten Menschen. Plötzlich steht er neben Petra, so als hätte er sich hergezaubert. Seine Gesichtszüge sind weich und trotzdem sehr ausdrucksstark. Ein Lächeln geht von ihnen aus, und Petra weiß instinktiv, dass er mehr möchte, als nur zauberhaft zu lächeln. Bedächtig und gekonnt entsteigt er dem Sattel und steht eine Weile nur einfach neben ihr. Dieser schwarze Reiter überragt sie um viele Zentimeter, und das erzeugt in Petra eine gewisse Sicherheit und Vertrauen. Sie wagt es kaum,  ihm ihr hochrotes Gesicht zu zeigen, da zeitgleich eine Starre in ihrem Körper einsetzt, die sich in den Beinen offensichtlich auflöst. Sie beginnen massiv vor Begierde zu zittern und Petra sackt zusammen. Sie kauert am Boden wie ein kleines Mädchen und blickt diesem schwarzen Reiters Mann in seine braunen, mandelförmigen, vor Lust sprühenden Augen. Keine Worte werden gewechselt, denn hierfür benötigt es keiner Sprache.

Zärtlich schlingt er seine muskulösen Arme um ihre extrem schlanke Taille.  Feuer scheint aus dem Augenpaar des Reiters in hellen Flammen zu lodern, und seine Hände beginnen das sanfte, laszive, reibende Spiel auf ihrer elfenbeinfarben schimmernden Haut. Dass er Petra ihr Kleid heruntergestreift hat, ist ihr nicht wirklich bewusst. Der Zauber der schwarzen Liebesmacht hat seine Kräfte entfacht und nimmt Besitz von Petras Gefühlen. Demonstrativ wirft sie, als Zeichen der Entspannung, ihren Kopf mit den seidenen Haaren in den Nacken und gibt Laute der Zufriedenheit von sich. Es hört sich an, als würde ein wilder Haufen Honigbienen ins Gelände ausschwärmen, um sich wohlwollend am Nektar der sommerlichen Blütenpracht zu ergötzen. Der schwarze Erlöser hat immer noch sein tiefschwarzes Gewand um, aber darunter befindet sich nichts weiter als pure, nackte Haut, die ebenfalls verwöhnt werden will. Als Zeichen seiner immens steigenden Wollust, hat sich der riesige Phallus schon längst steil aufgerichtet und bittet um Einlass, den ihm Petra auch gönnerhaft gewährt. Lange verharren sie in körperlicher Starre, um das zu genießen. Nur sehr zaghaft sucht seine Zunge die Ihrige. Ein Tanz zweier Muskeln beginnt rhythmisch und dann sich ausufernd steigernd, bis dieser Akt den erfrischenden, zenitalen Orgasmus beschert. Petra und der schwarze Erlöser haben die Welt um sich herum vergessen und liegen nackend auf der Holzbrücke. Immer noch pochen ihre beiden Herzen wie wild und wollen aus den Höhlen springen. Die erregten Körper sind noch heiß und dürsten danach, sich erneut zu verwöhnen. Der schwarze Erlöser blickt in die glasigen Augen seiner Prinzessin und möchte sie immer wieder nehmen. Ganz nach seinen Fantasien, die auch endlich in Petra erwachen und gelebt werden wollen.  

Schweißgebadet, erfrischt, und völlig nass zwischen den Oberschenkeln, verlässt Petra das erotische Kopf Kino, während Michael wie verrückt mit der Faust auf dem Küchentisch herum hämmert.  „Bekomme ich jetzt endlich meinen Kaffee oder muss ich ihn selbst holen?̋, donnert seine sich inzwischen ins uferlos gesteigerte raue Stimme. Petra lächelt ihn lasziv an.

© Marlies Hanelt 21.April2015

 ======================================================            

             Schwarze Liebe  

Davidos und der SCHWARZE FÜRST

Gay-Romance auf einem anderen

              Planeten

Davidos steht regungslos und nackt, so wie ihn die Natur geschaffen hat, am Ufer des klaren Sees Vaxus. Weiche Blätter, die zu dieser Jahreszeit ihr volles tiefrot entfalten, hängen an gebogenen Ästen und liebkosen ihn sanft. Es ist Sommer auf Lithrien, der nur wenige Monate andauert. Die zwei Sonnen entwickeln in dieser Zeit ihre vollen Energien und lassen die ganze Flora märchengleich erblühen. Alles wirkt ruhig und sinnlich. Sein Körper und Gesicht tragen knabenhafte Züge. Die leicht blass weiße Haut lässt ihn zudem ziemlich erotisch wirken. Die langen, tiefschwarzen glatten Haare bilden eine Perfektion zu der gesamten jugendlichen Erscheinung. Davidos Gedanken sind weit weg. Trostlose, leere Blicke schweifen über die glasklare, ruhige Oberfläche des Gewässers. Tiefe Traurigkeit ist in seinen hellblauen Augen zu erkennen. Die sonst so vollen Lippen sind zusammengekniffen und bilden nur noch eine schmale Linie. Er möchte weinen, ist aber zu keiner gefühlvollen Regung fähig. Starre im gesamten Körper. Die heiße, sommerliche Abendluft versucht ihn zu trösten, umfängt ihn und streichelt sein Gemüt.

Davidos kann nicht wissen, dass er die ganze Zeit über beobachtet wird. Erst als er einen süßlichen Duft glaubt wahrzunehmen, entspannt sich sein Körper. Davidos zieht ihn genüsslich und mit voller Inbrunst durch seine weit geöffneten Nasenlöcher. Alles ist auf einmal wieder da. Die Erinnerung kehrt in diesem Moment massiv zurück. DER SCHWARZE FÜRST. Er hat versucht, ihn sich aus dem Kopf und seiner Gefühlswelt zu streichen. Irgendetwas stand immer zwischen ihnen. War es das Alter oder einfach die Unfähigkeit seine wahren Gefühle dem Fürsten wirklich zeigen zu können?.  Davidos liebt ihn so sehr, dass er manchmal glaubt, innerlich zu zerspringen. Genau dieser Duft von Moschus Öl erinnert ihn an seinen Geliebten. Als Aphrodisiakum stimuliert es seine Libido und nimmt ihm fast den Atem. Die Sinne sind extrem geschärft für das erotische Liebesspiel.

Er möchte sich umdrehen, wagt es dennoch nicht. Die aufgerissenen Wunden sind noch zu  frisch, um sich auf ein neues Abenteuer einzulassen. Die Neugierde und sein Verlangen sind grösser. Lasziv dreht Davidos seinen blass weißen, kindlichen Körper in die Richtung, wo er den Mann vermutet.  In diesem Moment begegnen sich tiefe, sündige Blicke, die in beiden ein Liebesfeuer entfachen. Dieser Mann sieht dem schwarzen Fürsten zum Verwechseln ähnlich. Ist nun der Wunsch nach  ihm, Vater des Gedankens oder steht er wirklich vor ihm?.  Es ist der muskulöse, maskuline Körper mit einer tiefen Bräune, der ihn an den Fürsten erinnert. Die Wangenknochen kantig, mit den kleinen, tief schwarzen Augen und einer wohlgeformten Nase, zieren das Gesicht. Keine Worte werden zwischen ihnen gewechselt. Die erotische Aura, die ihn wie ein Seidentuch einhüllt, nimmt Davidos in Besitz, lässt ihn vibrieren und gleichzeitig frösteln. Eine bis dahin nie gekannte Wollust macht sich in seinem Inneren breit und lodert auf.

Dieser Mann hat etwas in ihm ausgelöst, wozu er vorher nicht fähig war. Ein Gefühl von seelischem und körperlichem Befreit sein lässt David in ungeahnte, erotische Höhen fliegen. Der schwarze Fürst existiert einfach in diesem Moment nicht mehr, so als wäre dieser nie in sein Leben getreten. Ist das jetzt ein Neubeginn für ihn?.  Beide genießen sichtlich den Augenblick, ihre Körper sehr intensiv zu betrachten. Das Gefühl des Verlangens steigert sich von Minute zu Minute. Auf dem Höhepunkt der Lust, lassen sie gegenseitig ihre Hände über den Körper des Geliebten gleiten um sich mit zärtlichen Berührungen zu verwöhnen. Beide vereinigen sich nun in  Vollendung, begleitet von lustvollem Stöhnen.

Was Davidos nicht wissen kann, der schwarze Fürst hat diesen Mann geschickt, um ihn zu prüfen. Wird die Liebe zwischen dem Fürsten und David neu belebt werden können und Bestand haben?. Davidos schwebt im siebenten Himmel der Wollust und möchte sich von dem Geliebten nicht lösen. Erst jetzt wispert der Mann zärtliche Worte in sein Ohr. „Ich weiß, dass du hier bist, mein Liebster.“ „Es ist bereits dunkel, lass uns gemeinsam zu mir gehen.“ „Ich werde dich in mein Reich entführen und dir alles geben, was du niemals zuvor erlebt hast.“ „Öffne dich nur für mich.“ Seine Stimme klingt dunkel, warm, sanft und beginnt Davidos zu schmeicheln. Niemals zuvor hat er so viele liebe Worte vernommen. Der schwarze Fürst mag dagegen die schroffe Art. Jedoch beides regt die sexuelle Lust Davidos an. Es gefällt ihm, weil er den Fürst liebt. Niemals hat er es gewagt, ihm seine andere Seite zu öffnen. Die SINNLICHE.

„Komm, lass uns gehen, es wird Zeit für uns“, haucht er Davidos ins Ohr, während dieser seine Wange streichelt. Liebkosungen sind es, die er so vermisst. Der Mann und Davidos schreiten engumschlungen durch die dunkle, heiße Sommernacht, die ihrer beider nackten Leiber immer noch nachhaltig aphrodisiert. Der Duft des Moschus Öls trägt seinen Teil dazu bei. Davidos glaubt, dass die Intensität sich noch gesteigert hat. Erotische Begierde wird erneut angefacht und gipfelt in Ekstase. „Lass es uns treiben bis zur Bewusstlosigkeit“, drängt Davidos den Mann. Triebe werden freigesetzt  und wollen leben. Erneute aufflammende Lust lässt ihre Körper wie in einem wilden Tanz zucken.

„Es ist schön mir dir, Davidos.“ Die Stimme des Mannes nimmt jetzt einen noch sinnlicheren, leiseren Ton an. Davidos kann diese kaum wahrnehmen. Seine Augen senden das Signal von mehr wollen aus. In diesem Moment lässt der Mann von ihm ab. „Davidos, es wird langsam etwas zu heiß.“ „Lass uns in mein Reich gehen.“ „Dort ist es kühl, und meine Sauna wartet auf uns.“ In seinen Augen funkelt das wilde Aufbegehren. „Wir haben alle Zeit der Welt.“ „Niemand der uns dort stören kann.“ Davidos und der Mann erheben sich taumelnd, entkräftet durch ihr Liebesspiel.

„Es ist nicht mehr weit, Liebster.“ „Mein Reich liegt mitten im Wald.“ Schwankend und dennoch glücklich, setzen sie ihren Weg fort. Davidos weiß in diesem Moment nicht, was ihn dort erwartet. Nur mit viel Mühe erreichen beide den majestätischen Palast des Mannes. Sein Reich, eingerahmt von hohen, roten Tannen,  die es gut verbergen, erhebt sich schemenhaft vor ihnen. Mit zittrigen Händen öffnet er die mit schmiedeeisernen Rosen verzierte Tür. Angenehme Kühle umfängt sie. Davidos blickt in Richtung der breiten Treppe aus rosa Marmor und glaubt seinen Augen nicht zu trauen. DER SCHWARZE FÜRST. Ein Gefühl als würde sich eine Schlinge um seinen Hals legen und ihn kaum noch atmen lassen, setzt ein. „Liebster, du hast mich mit diesem Mann betrogen“, würgt er mit erstickter Stimme hervor. „Dieser ließ mich vergessen, dass es dich gibt.“ „Kannst du nicht wenigstens etwas Zeit vergehen lassen, nachdem ich dich verlassen habe und versuchte dich zu verdrängen?“. Tränen der Wut rinnen über seine blass weißen Wangenknochen.

Jetzt beginnt der Fürst mit warmer, sonorer Stimme zu reden. „Davidos, ich bin mir nicht sicher über deine Gefühlswelt.“ „Ich trage beide in mir und wollte dich mit der sanften nicht kränken.“ „Vielleicht bist du gar nicht fähig, sanftmütig zu sein?.“ „Eventuell lehnst du diese sogar ab?.“ „Ich weiß, dass du die sadistische in dir trägst.“ „Hast es mir immer wieder gezeigt, da du mich liebst.“ „Jedoch will die andere auch aus mir heraus.“ „Darum nehme ich mir einen Spielgefährten, mit dem ich es ausleben kann.“ „Verox ist sein Name.“ „Ihn habe ich geschickt, um sich dir liebevoll nähern zu können.“ „Nun ist es sicher, dass auch du beides in dir trägst.“ „Jedoch lebe ich diese Fantasien gerne mit zwei mir zugewandten jungen Schönlingen aus.“ „Ich liebe Verox als auch dich, Davidos.“ Liebevolle und sehnsuchtsvolle Blicke treffen ihn, so als wollen sich diese tief in seine Seele bohren.

„Wenn du dich immer noch so innig nach mir verzehrst, würde es mir schmeicheln, so auch du ihm etwas Zuneigung entgegenbringen kannst.“ Davidos Gefühle fahren in diesem Moment Achterbahn. Seine Kehle ist trocken, und kein Wort kommt über seine geschwungenen, vollen Lippen. Ihm wird kalt bei dem Gedanken, es mit zwei Männern treiben zu müssen. Er liebt den Fürsten mehr als sein eigenes Leben. Verox hingegen war nur ein kurzer Zeitvertreib. Davidos kann und will seinen Geliebten nicht mit einem Anderen teilen. Für immer stirbt in ihm eine übermächtige Kraft der Liebe, die niemals hätte existieren dürfen. Das Tor der Sinnlichkeit mit dem Fürsten zu durchschreiten, ist für immer geschlossen.

                >>>ENDE<<<

© Marlies Hanelt  23.April2015
=======================================================

Eine Weihnachtsgeschichte mit sozialkritischem Hintergrund. Alleinstehende, alte Menschen haben es, ganz besonders in dieser Zeit, nicht einfach. Wenn dann noch eine Krankheit hinzukommt, kann es zu folgenschweren Ereignissen kommen. Lest selbst, welche das in diesem Falle ist. 

Weihnachten mal etwas anders. Zum Nachdenken…

 

Opa Hannemann ist mit seinen achtzig Jahren noch ein ziemlich rüstiger Rentner. Nur das Gehirn macht ihm seit einiger Zeit etwas zu schaffen. Was er früher erlebte, geht problemlos im Kopf ab. Nur die heutigen alltäglichen Gedankengänge wollen nicht mehr so richtig funktionieren.

    Seit vielen Jahren lebt er alleine, aber zufrieden und ausgeglichen. Für ihn gibt es nichts Besseres, als sich vor seinem offenen Kamin in seinen Schaukelstuhl gemütlich zu setzen. Ganz besonders liebt er es dann, die Gedanken abschweifen zu lassen. In seinem Leben gibt es genügend Ereignisse, an die er sich sehr gerne erinnert. Manchmal glaubt er, dass es doch viel zu viele sind, um sie in der verbleibenden Zeit seines Lebens zu sinnieren.

    Heute ist der 23. Dezember 2013 spät abends. Also ein Tag vor Heiligabend. »Jetzt zünde ich mir ein kleines Feuerchen an, lese in einem guten Buch, und dazu schmauche ich ein Pfeifchen«, denkt er sich. Gesagt, getan. Die Kiefernholzscheite schichtet er im offenen Kamin auf. Nicht wie vorgeschrieben sondern eben so, wie es ihm in den Sinn kommt. Er vergaß  einfach, wie das richtig aufgestapelt wird. 

    »Hauptsache es ist warm in der guten Stube, und ich kann entspannen«. Nur ganz kurz stellt sich ihm die Frage, ob er am 24. Dezember wenigstens  Besuch von seinem Nachbarn bekommen wird. Bestimmt nicht. Im letzten Jahr kamen sie auch nicht zu ihm. Alte Leute vergisst man ziemlich schnell. Ganz besonders zur Weihnachtszeit, weil jeder mit seinen eigenen Vorbereitungen in der Familie beschäftigt ist. 

    Noch kurz das lange Kaminzündholz geholt und Papier unter die Scheite gelegt. Langsam beginnen diese zu brennen. Opa Hannemann setzt sich in seinen Schaukelstuhl und steckt sich seine Pfeife an. Kleine Qualm Wölkchen steigen aus dem Köcher empor und füllen hernach bald das ganze Zimmer. Vor ihm liegt das künstliche Bärenfell. Das weit geöffnete Maul des Bären sieht ihn angriffslustig an. Er nahm sich das Fell aus seiner lange vergangenen Reise nach Afrika mit. Er liebt dieses Teil innig. 

    Wohlig lehnt er sich zurück und blickt über den Rand seiner kleinen, runden Metallbrille. Genüsslich nimmt er einen erneuten Zug aus der teuren Pfeife. »Ahhhh, das fühlt sich gut an«, denkt er sich dabei. Er beginnt langsam und rhythmisch zu schaukeln. Erst nach Vorne, dann nach Hinten. Es wirkt auf ihn wie Wiegen und Einlullen. Seine Blicke wandern über den Rand der Brille in Richtung Kamin, in dem bereits die Flammen tanzen, als wollen sie ihm eine eigene Vorstellung geben. Nur für Opa Hannemann persönlich. Wenigstens bemitleiden ihn die Flammen in seiner Einsamkeit, besonders wenn es auf Weihnachten zugeht. 

    Herrlich, jetzt kann Opa Hannemann seine Gedanken schweben lassen. Sie fliegen direkt in seine gefüllte Vergangenheit. Was für ein beruhigendes Gefühl breitet sich jetzt in seinem Körper aus. Einfach Entspannung pur. Die Flammen und der Duft vom Öl, des langsam verbrennenden Kiefernholzes, vernebeln seine Sinne und wirkten wie eine Art von Hypnose. Ihm fallen die Augen zu. Vielleicht träumt Opa Hannemann vom Weihnachtsmann?.

    Er beginnt fürchterlich laut zu schnarchen. Natürlich bekommt er nicht mit, dass das nicht korrekt aufgestapelte Kiefernholz langsam in sich zusammensackt. Ein noch brennendes Stück Holz fällt unkontrolliert auf sein Bärenfell und beginnt sofort sein zerstörerisches Werk. Erst qualmt es, dann fängt das Fell zu brennen an. Ein beißender Gestank breitet sich aus und steigt in Opa Hannemanns Nasenlöcher. Langsam wird er wach und blinzelt durch seine nicht richtig geöffneten Augen. Er realisiert nicht, dass die Flammen ihn bald verschlingen.

    Rasend schnell breitet sich das Feuer aus. Ein  flammendes Inferno. Körperlich noch einigermaßen fit, aber geistig, durch eine allseits bekannte Krankheit gezeichnet, kann Opa Hannemann nicht mehr rechtzeitig reagieren. Er versucht es zwar verzweifelt, aber es gelingt ihm nicht. Das Feuer nimmt nun auch von ihm Besitz und verbrennt seinen Körper bis zur völligen Unkenntlichkeit. 

    Alles liegt in Schutt und Asche. Opa Hannemann ist gestorben, weil alle ihn vergaßen, keiner daran dachte, dass er Unterstützung brauchte, mit seiner Krankheit. Er säße dann, wie immer zur Weihnachtszeit, in seinem Schaukelstuhl. Nur mit dem einzigen Unterschied, dass jemand Anderes das Holz und die Flammen im Kamin beobachtet, um Opa Hannemann eine schöne Weihnachtszeit zu ermöglichen.

 Nachwort

Sich um alte, kranke, einsame Menschen nur ein wenig zu kümmern, ist doch eigentlich so einfach. Zuwendung ist ein Zauberwort. Liebe Worte und Hilfe anbieten, und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Respekt und Zuneigung möchte doch jeder. Auch Opa Hannemann hätte sich bestimmt darüber gefreut. Diese Menschen danken es uns auf vielfältige Weise. Ein zufriedenes Lächeln der Dankbarkeit löst in uns Frieden und Freude aus. 

© Marlies Hanelt 8.Juni2014

 ===============================================================================

 

Diesmal gibt es von mir eine Story aus dem Reiche des Testaments. Ein Werk, das es durchaus in sich hat, wenn man den Inhalten GLAUBEN schenken möchte. Dieses Thema ist zudem sehr komplex, und man kann sich hier wirklich fantastisch austoben. Wahrheit und Fantasie verknüpfen sich hier zu etwas, was nicht von dieser Welt ist. Somit habe ich mich diesem angenommen und hoffe, dass ihr euren eigenen Spaß dabei habt. Eventuell sogar wollüstigen?. Lächel mal sehr intensiv und zwinker mir einen ab.

           Ein Pater mit besonderen Bedürfnissen

Nachdem der liebe Gott alles erschuf, was ihm wichtig schien, hatte er es sich am siebenten Tag auf einer großen Wolke (als ständigen Wohnsitz), gemütlich gemacht. Dazu genoss er einen herrlichen süßen Kaffee mit reichlich Zucker und Rum, obenauf ein delikates Sahnehäubchen. Indirekt ward der –PHARISÄER- mal so nebenbei erfunden. Auch einen Joint konnte er sich nicht verkneifen, denn der gehörte für ihn absolut dazu. Nun saß er da, fummelte sich an seinem Dödel herum und strich dazu demonstrativ, beharrlich über seinen langen, weißen Gottesbart. Was für ein Gefühl sich da in seinem Inneren breit machte, war einfach nicht mehr zu toppen. Genau so hatte er sich das auch vorgestellt. Denn Aktionen dieser Art genoss er immer mit einem besonderen HOCH. Er hob dementsprechend noch mehr ab, denn das Canabis gab ihm den Antrieb, als auch Auftrieb hierfür. Dazu gesellten sich leider Schwindelgefühle, die von Übelkeit geprägt waren. Er spie in den vor ihm stehen Gotteseimer und betrachtete nun mit Wohlwollen, was er da fabriziert hatte. Es sah aus, wie ein Gemälde von Picasso. Surrealistisch, wie durcheinander, grotesk und schön bunt. Der vorab verzehrte Gemüseeintopf bot ihm dieses Bild. Sah es doch irgendwie aus, als würde sich eine Landkarte im Eimer manifestieren.

Endlich war sie erfunden, die Weltkarte. Jetzt benötigte er nur noch einen Zwischenhändler, um diese an den Mann und die Frau zu bringen. Aber leider standen nur Adam und Eva zur Verfügung, und das waren definitiv zu wenig Käufer, als auch Verteiler. Was war nun zu tun?. Seine Gedanken wollten einfach kein Ende nehmen, als sich vor ihm in diesem Moment des Sinnierens ein Mann in einer schwarzen Soutane aufbaute. Wo auch immer dieser Typ herkam, blieb nebulös und konnte bis heute nicht wirklich geklärt werden. Im Gesicht trug er eine Videobrille. Wozu diese diente, konnte man sich bildhaft vorstellen. Denn dieser göttliche Pater, der auf den Namen Pelle hörte, hatte es faustdick hinter den Ohren oder besser gesagt, hinter der Videobrille. Frei nach dem Motto, was du nicht siehst, kann ich GOTT sei Dank sehen. Pornos ohne Ende. Sie dienten diesem Pater als Aphrodisiakum und geilten ihn auf. Da stellt sich einem unweigerlich die Frage, wozu benötigt es eigentlich der Geilheit, wenn er sich doch dem  Zölibat unterworfen hatte?. Nun kommt von mir die passende, logische Antwort. Er ist eben auch nur ein einfacher Mann, der ab und zu einmal ausflippen möchte. So dachte auch der liebe Gott und tat es ihm in diesem Moment gleich. Spaß gehörte eben dazu, wenn man alles erschaffen hatte, was einem wichtig erschien.

Pater Pelle stand nun vor dem schon ziemlich bekifften, lieben Gott, und unter seiner Soutane baute sich etwas ziemlich langes, dickes, in seiner Form doch sehr bekanntes, monströses Schwert auf. Nicht dass er den lieben Gott vor hatte, damit zu meucheln. Im Gegenteil. Abgefahrene Spielchen waren jetzt total der Renner und im Sonderangebot erhältlich. Hinter seiner Videobrille lief ein Film, der es in sich hatte. Er sah einen Pater, der ihm wie aus dem Gesicht geschnitten war und sich in einem kalten, modrigen, von Spinnenweben verklebten, vor Nässe triefenden Loch befand. Ein Folterkeller der besonderen Art. Eben nichts für Weicheier und Mim(o)ösen. Hier ging es richtig zur Sache. Männer in schwarzen, mit Stahlnägeln besetzten Ledermasken und engen Klamotten, huben auf Gleichgesinnte ein und droschen mit Morgensternen, nebst Peitschen auf die Willigen und Devoten Pater ein. Das Knallen der Lederpeitschen hallte durch das ganze Kellergewölbe und fachte diese Typen nur noch umso mehr an. Sie jubelten und jauchzten, als gäbe es kein Morgen mehr. Pater Pelle hatte seine Videobrille auf volle Lautstärke gedreht, und somit konnte der liebe Gott das Geschehen logischerweise audiomäßig  mithören.

Das versetzte ihn in seinem abgehobenen Zustand schon sehr in massive Verzückung. Was gab es also Besseres, als einfach nach der immer parat liegenden Himmelsharfe zu greifen und die Saiten zu zupfen. Frohlocken auf  einer höheren Ebene. Plötzlich begannen auch die göttlichen Himmelsglocken von einer Seite zur Anderen zu driften und sich tönern zu melden. Sie schwankten so heftig, dass der liebe Gott starke Schmerzen in seinem Phallus bekam. Auch in seinen Hüften machte sich ein heftiges Ziehen breit. Es brannte wie die HÖLLE. „Zum TEUFEL, wer greift denn da ins Gedärm und versucht mir das letze bisschen Lust aus dem Leib zu reißen?̋, brüllte er verzweifelt. Machte dazu jedoch ein ziemlich entspanntes Gesicht, denn die ERLÖSUNG folgte auf dem Fuße. Eine sämige, ja fast hellgraue Flüssigkeit rann seine göttlichen Beine herunter und klatschte auf die Wolke. Die Leder Pantinen, etwas zu groß für die kleinen Gottesfüße, blieben trocken. Gekonnt ist eben gekonnt, denn gut zielen und auch treffen können, war schon immer sein MÄCHTIGES DING. Erstarrt vor lauter göttlicher Würde, sah er auf das vor ihm liegende ETWAS und war erst einmal sprachlos. Winzige, kaum zu erkennende, mikroskopisch kleine Würmchen mit einem Schwänzchen im Schlepptau, schwammen darin  herum und versuchten sich einen Weg in das FEUCHTE LOCH zu bahnen. Instinktiv krochen sie hinter die Videobrille von Pater Pelle und waren am Ort der ERLÖSUNG angekommen. Hier konnten sie sich genüsslich mit dem vereinen, was für die Population wichtig ist. Eine Folterk(ei)mzelle der etwas anderen Art. Sie schlichen sich in deren Pater Körper und teilten sich mannigfaltig. Das Ergebnis war dann eine Meute von  Kirchenmännern, die noch heute auf unserer guten, alten Erde wandeln und es sich richtig gut gehen lassen. Jeder für sich, in ihren dunklen, feuchten, Folterkellergewölben. Schon wieder huben die Ledertypen an und schlugen wild, wie in Trance, auf die Knechte ein, um sie zu ERLÖSEN.

Der liebe Gott sah das mit Wohlwollen und konnte nun endlich seine selbstgezimmerte Landkarte an viele Menschen veräußern lassen. Als Verteiler dienten ihm die HEILIGEN DREI KÖNIGE. Sie mussten jedoch beruflich umsatteln, aber das machte ihnen nichts aus. Denn der liebe Gott war ihr Obermacker, und sie standen voll hinter ihm, nachdem sie dem Stern folgten und ihre Präsente dem jungen Neuankömmling in der Krippe liegend darboten. Dies waren Canabis, Pfefferminzbonbons, HÖLLISCH scharfer Chilli und noch etwas, was ich aber nicht schreiben möchte. Denn  Dildos waren zu jener Zeit noch nicht erfunden. Die KAMEN erst sehr viel später. In einer aufgeklärteren Welt, wie der unsrigen.

© Marlies Hanelt 10.Mai2015

Kommentieren ist ausdrücklich gewünscht. Denn immerhin möchte man als Autor/in ja wissen, wie diese Stories beim Leser ankommen. Nur ein paar kurze Sätze reichen aus, um des Autors Herz hüpfen zu lassen. Wir benötigen auch Zuwendung, damit das Schreiben auch einen Sinn macht. Wir beliefern euch mit erotischem Lesefutter, um euren Tag zu versüßen. Funktioniert auch umgekehrt. Also, nicht das Lesefutter, sondern die Zuwendung in Form von Kommentaren. Daaaaanke.   

 =======================================================

 

             S(t)eifenblasen  als Fetisch

Einleitung

Diesmal widme ich mich dem Thema –Fetischismus-. Was ist eigentlich ein Fetisch, und welche Menschen bedienen sich diesem?. Wie und wann könnte sich dieser Fetischkult herauskristallisiert haben, um diese Menschen zum sexuellen Höhepunkt bringen zu können?.  Ist dieser normal oder anormal?. Wir wissen doch alle, dass diese Mainstream Gesellschaft vorgibt, was normal, abstrus oder gar völlig bekloppt zu sein hat. Quasi Zwänge, in dessen Korsett wir hineingepresst werden. Das seelische Atmen wird den Menschen somit unmöglich gemacht, um frei ihre Neigungen und Gelüste leben zu können. Zudem regeln Gesetze, wie diese Moral auszusehen hat. Politik und Kirche haben hierauf leider einen großen Einfluss. Dogmen, wohin das Auge blickt. Jedoch, wo beginnt diese Moral, und wo hört sie auf?. Schwimmen wir in diesem Strom dieser Gesellschaft mit, sind wir angepasst, jedoch irgendwann einmal total unzufrieden mit uns selbst. Wir krampfen innerlich und werden krank. Treffen wir die Entscheidung, es nicht zu machen, gehören wir zu einer Minderheit und einer Randgesellschaft, die evtl. totgeschwiegen wird. In dunklen Gewölben, Wohnungen und geheim gehaltenen, speziellen Bunkern für diesen Kult, leben diese normalen Menschen ihre Fantasien aus, da sie unter Ihresgleichen sind. Niemand, der mit dem bösen Winke Finger daherkommt und ihnen das Leben zur Hölle macht. In dieser Beziehung sind wir immer noch im Mittelalter, und niemand wird daran etwas ändern. Dazu habe ich mir eine Geschichte einfallen lassen, die diese Fragen unter Umständen klären wird. Zumindest sollte sich kein Mensch verstecken müssen, nur weil er anders denkt, handelt oder sein wirkliches EGO leben möchte. Wir sind und bleiben vom Grund her alles Menschen, die eben sehr individuell funktionieren. Egal in welcher Richtung. Entweder nehmen wir sie als diese an oder eben nicht. Wenn jeder sich selbst leben könnte und dürfte, würden wir sogar etwas daraus lernen. Das wäre zum Beispiel. RESPEKT, AKZEPTANZ und LIBERALES DENKEN, gegenüber jedweder Kreatur auf diesem sonnenbeschienenen Planeten. Was ich von einem anderen Menschen erwarten kann, sollte auch meine Wenigkeit bereit sein zu geben. Nur so sind wir alle in der Lage, miteinander gut auszukommen.

Sören steht am Grab seiner Mutter und weint ihr nicht eine Träne nach. Bis noch kurz vor ihrer Krebserkrankung hat sie ihn traktiert, befehligt und kontrolliert. Immerhin hat er in diesem Jahr das zwanzigste Lebensjahr vollendet und sollte schon längst ein eigenständig denkendes und handelndes Individuum sein. Dies wusste sie allerdings mit aller Macht zu verhindern. Schon im Babyalter gab sie ihm keine Zuwendung, in Form von Liebkosungen, zärtlichen, wispernden Worten, um ihn zu beruhigen, wenn er unaufhörlich schrie. Wonach er blökte, war ihr nicht wichtig, denn er sollte einfach nur Ruhe geben. Offensichtlich nervte sie das Gekreische, und sie tat alles dafür, damit er friedlich war. Das beschränkte sich allerdings nur auf Flasche geben, Windeln wechseln, ab und zu saubere Jäckchen und Höschen anziehen, wenn er sich wieder einmal bekotzt hatte, und…

…ihm Seifenblasen direkt ins Gesicht pusten. Das brannte natürlich höllisch in seinen Augen, und er weinte bitterlich. Sie mochte diese mal großen und dann wieder kleinen, runden, in ihren schillernden Pastellfarben daherkommenden Dinger, die sie irgendwie zu entspannen schienen. Dass er in diesem zarten Alter dafür noch nicht sonderlich empfänglich war, sollte nicht wichtig sein. Denn hier ging es um sie, die über ALLES herrschende Mutter, mit ihren eigenen Fantasien. Das setzte sich logischerweise weiter so fort. Je älter Sören wurde, desto feister kamen ihre Ansagen, Herabwürdigungen und Drangsalierungen. Tue dies, mache das, und möglichst ohne Widerrede. Nur ein Blick seinerseits, dass er damit nicht einverstanden war, reichte aus, um sie erneut diese widerlich brennenden Seifenblasen  herausholen zu lassen. Diesmal blies sie nicht nur in die Augen, sondern direkt auf sein Gemächt, wenn er vor dem Klobecken stand, um sich zu erleichtern. Das tat er öfters, denn Sören hatte extreme Angst vor seiner Mutter. Somit verschaffte sich Sören einen natürlichen Ausweg aus dieser alltäglichen Misere.

Sören kam nun in die Pubertät. Eine konstruktive Aufklärung von seiner Übermutter fand nicht statt. Jetzt sorgten einsetzende Hormonschübe für ein Chaos in seinem Kopf. Die Gedanken und Gefühle wirbelten wie ein starker Orkan darin herum und gaben einfach keine Ruhe. Der Körper rebellierte ständig, bäumte sich auf. Natürlich war Sören nicht im Geringsten klar, wie man diesem inneren Druck entgegenwirken konnte. Demzufolge manifestierte sich dieser und stieg immens an. Sören bekam Krämpfe und Übelkeitsattacken, bis hin zum Brechreiz. Genau in diesen Momenten erschien seine Mutter auf der Bildfläche, steckte den Pustestab ins vollgefüllte Seifenröhrchen und blies, was das Zeugs hielt. Gezielt auf seinen Dödel, der sich darauf in die Senkrechte erhob. Denn das Brennen löste oder besser gesagt, erlöste ihn von seinen unsäglichen Qualen. Ein wohliges, prickelndes Gefühl durchströmte seinen ganzen Körper und ist diesem ekligen Brennen von einst gewichen. Ein  in sich selbst zurückziehen gab es nicht, wenn ihm wieder einmal so war, denn die Mutter kontrollierte Sören. Ob sie dabei auch etwas empfand, stand in den Sternen. Das Prinzip der Gewohnheit setzte ein, und für Sören gab es offensichtlich keinen Ausweg aus diesem Dilemma der Unterwürfigkeit.

Bis eben kurz vor ihrer Krebserkrankung und den nahenden, unausweichlichen Tod. Zwar konnte ihm nicht mehr die Mutter mit  ihren Seifenblasen, einen Steifen blasen, deshalb behalf sich Sören jetzt selbst. Immer wenn er geil wurde, blies er sich die Seifenblasen dorthin, wo es reichlich prickelte. Wie um Gottes Willen sollte Sören auch wissen, dass es hierfür einen NORMALEN Ausweg gab?.  Immerhin wurde es ihm niemals erklärt, so dass er hätte ein durchaus NORMAL funktionierenden Mann sein können, der seiner Sexualität frönt. Für Sören bleibt das Seifenblasenspiel bis heute die normalste Form der Selbstbefriedigung schlechthin. Es ist zu seinem Fetisch geworden.

Nachwort

Alles Mögliche kann ein Fetisch sein. Nicht nur Seifenblasen, sondern auch Schuhe, Strümpfe, Stoffe, usw. Eben ALLES, was einen antörnt. Das kann sich unter Umständen schon sehr früh entwickeln und später dann fortsetzen. Bis hin zu extremen Fantasien mit devoten, unterwürfigen Menschen, die sich mit Lederpeitschen, Gummiwedeln und anderen Geräten Befriedigung verschaffen. Schmerzen empfinden ist eigentlich ein normaler Mechanismus, (Reaktion) des Körpers und ein Warnsignal, um uns etwas zu sagen. Es ist die Vorstufe von Erkrankungen, die wir nicht missachten sollten. Achten wir jedoch Menschen, die dieses Gefühl als positiv empfinden, da ihre sexuelle Neigung ihnen Entspannung verschafft. Auf welche Art und Weise sich jeder Einzelne dieser Wonne bedient, muss unbedingt respektiert werden.

TIPP

Mein wohlgemeinter Rat an alle Eltern. Wenden sie NIEMALS den berühmten Klaps auf den Hintern in der Pubertät oder andere Schläge an. Denn diese könnten als wohlig empfunden werden. Reden mit effektiven WORTEN ist das probatere Mittel und sorgt ebenfalls für Entspannung. Denn Probleme können sich in Nichts auflösen. Ein offenes Ohr, als auch Gespräche, minimieren ein Abdriften in eine sexuelle Richtung, die ihnen eventuell nicht genehm sein könnte. Trotzdem, lassen sie ihren Kindern die sexuellen Freiheiten, die sie benötigen, um ein gesundes, ausgeglichenes Leben führen zu können.

Ihre Marlies Hanelt

© Marlies Hanelt 14.Mai2015

  





 

 


SCHREIBEN IST FASZINATION SCHLECHTHIN.